Freitag, 8. April 2011

CSA Hof Pente Blog: Zukunft säen

CSA Hof Pente Blog: Zukunft säen: "Am Samstag den 26.3.2011 um 10:00 Uhr trafen sich 100 Menschen auf dem CSA Hof Pente zur Gemeinschaftsaktion „Zukunft säen“. Gemeinsam wurde Brotgetreide per Hand aus biodynamischer Züchtung ausgesät. Dank dieser Sorten ist ein gesunder und nachhaltiger Weg ohne den Einsatz von grüner Gentechnik möglich! ..."

Hof Pente im NDR

Ein kurzer Film über den CSA Hof Pente findet sich unter diesem Link:

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/media/hallonds2651.html

Mittwoch, 6. April 2011

Vielfalt erleben - Petition unterzeichnen!

Etwa 80% der deutschen Bevölkerung wollen kein Genfood auf ihren Tellern, die meisten auch nicht auf den Äckern. Beim kürzlich abgeschlossenem Saatgutmonitoring des Landes Niedersachsen wurden in 10% des untersuchten Maissaatgutes Spuren von Gentechnik nachgewiesen. Das Saatgut wurde zurückgerufen und vernichtet. Die Untersuchung zeigt, dass sich gentechnisch veränderte Organismen - einmal in Umlauf gebracht - nicht aufhalten lassen. Weder von Bio-Bauern noch von Händlern, die gerne ihren Kunden Gentechnkfreiheit garantieren würden.

Die Initiative "Vielfalterleben" - ein Bündnis von mehr als 100 Öko-Anbauverbänden, Initiativen und Herstellern ruft nun zur Teilnahme an der Petition "Biotechnologie - Gentechnik - Zulassungsbegrenzung/regionales Anbauverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen vom 08.03.2011" auf. Bis heute haben bereits 23.894 Menschen unterschieben. Bis zum 19. Apil sollen es 50.000 Menschen sein, dann ist der Bundestag verpflichtet sich in einer öffentlichen Anhörung mit den Thema auseinanderzusetzen.

Eine Anleitung, wie das mit den Online-Petitionen des Bundestages funktioniert, zeigt "Vielfalterleben" in einem kurzen Film.

Dienstag, 5. April 2011

SEKEM Geschäftsführer in U-Haft

Helmy Abouleish, Geschäftsführer von SEKEM im Ägypten befindet sich seit dem 29. März in Untersuchungshaft. Im Zuge der aktuellen Aufarbeitung der ägyptischen Vergangenheit wird Helmey Abouleish die enge Zusammenarbeit mit den staatlichen Institutionen Ägyptens zum Verhängnis. Bis auf Weiteres übernimmt nun Dr. Ibrahim Abouleish, Gründer von Sekem und Träger des Alternativen Nobelpreises die Geschäftsführung von SEKEM. Im folgendem Brief fasst Helmey Abouleish die ihm zu Last gelegten Vorwürfe zusammen. Hoffen wir mal, dass er es schafft die Vorwürfe zu entkräften und dass auch im neuen Ägypten SEKEM und die Arbeit der Familie Abouleish als positive Bereicherung des Landes verstanden werden kann. Die Facebook-Seite von Sekem berichtet regelmäßig über Neuigkeiten.

Liebe Freunde, 30. März 2011

Nun ist leider doch passiert, was ich nicht in meinen schlimmsten Alpträumen, nach allen Beratungen mit meinen Anwälten, und schon gar nicht nach den positive Verhören mit den Experten, die meinen Fall geprüft haben, erwartet habe. Ich muss nun – in Untersuchungshaft – die weiteren Verhöre mit dem Staatsanwalt machen.

Ich war in drei Punkten verhört worden:
  1. Die direkten Auftraege, die ich – zusammen mit meinen Kollegen – in meiner Position beim IMC an internationale Beratungsfirmen vergeben hatte. Ich wurde beschuldigt, 27 Millionen Pfund unrechtmäßg ausgegeben zu haben. Dieser Punkt wurde nach allen Verhören als unbegründet abgeschlossen und zu den Akten gelegt.
  2. Ein Prozess, durch den Sekem an das Food Technology Center ein Gebäude vermietet hat, in den das FTC heute eine Kräuterdesinfektionsanlage betreibt, wurde als nicht transparent bezeichnet. Es wurde behauptet, dass dies zur Veruntreuung eines Gerätes mit einem Wert von 1 Millionen Euro geführt habe. Auch dieser Punkt wurde als unbegründet zu den Akten gelegt.
  3. Es wird behauptet, dass ich nicht das Recht gehabt haette, nach Ende meiner Zeit als IMC Executive Director, als Mitglied des IMC Councils Fördergelder des IMC fuer Dienstleistungen an Sekemfirmen in Anspruch zu nehmen. Das gleiche gilt übrigends für den ehemaligen Industrieminister Rashid und meinen Freund Adham Nadim, der auch im IMC Council war, obwohl wir nachweisen konnten, dass dies nach dem Manual of Procedure des IMC zulässig war. Zusätzlich konnten wir ein rechtliches Gutachten von einem staatlichen Rechtsberater vorweisen, das dies als zulässig bezeichnet, und alle unsere Verträge und Zahlungen wurden von internen Kontrollen sowie von zwei externen Kontrollstellen geprüft. Abgesehen davon hat auch die EU, die den größten Teil des IMC Budgets zur Verfügung gestellt hat, dieses Vorgehen geprüft und akzeptiert.

Alles obige nutzte nichts, offensichtlich wollen die Behörden unter allen Umständen Exminister Rashid und uns anklagen! Auf alle Fälle sind meine Anwälte immer noch sicher, dass auch dieser Punkt beim Staatsanwalt oder im Gericht als unbegründet abgewiesen wird.

Ich bin ganz sicher, dass alles,was ich beim IMC gemacht habe, rechtmäßig und transparent war. Nun hoffe ich, dass wir das so schnell wie möglich beweisen können, und ich wieder mein normales Leben führen kann.

Bis es soweit ist, muss ich nun wohl einen "Zwangsurlaub" nehmen. Ich werde aber auch den Urlaub nutzen, um die Dinge, die mir am Herzen liegen, weiter zu verfolgen, und noch mehr über die vielen Themen die mir wichtig sind zu lernen!

Ich freue mich schon bald wieder mit Euch unsere gemeinsamen Ziele weiter zu bearbeiten! Bis dahin wünsche ich Euch alles Gute, Gottes Beistand, und verbleibe, immer an Euch denkend,

Helmy

Montag, 4. April 2011

Hofcafé rund um den Mangold

Das war eine sehr gelungene Sache - auch wenn es Münsteraner Nieselregen von der hartnäckigen Sorte gratis dazu gab. Das Rezeptheftlein steht jetzt bei mir im Küchenregal, den Geschmack von Süßem Mangoldkuchen mir Rum und Rosinen hatte ich definitiv noch nie auf der Zunge und der Vortrag von Piet brachte mir den Mangold mitsamt seiner verzwickten Verwandtschaft zur Rübe noch näher. Hoffentlich war am Ende ein bisschen Geld in der Schüssel, dass um Spende für Kaffee, Kuchen und Rezeptsammlung gebeten wurde, haben eventuell nicht alle wirklich wahrgenommen? Freu mich schon auf Ostern. Und ehrlich, wenn die Sonne vom Himmel gestrahlt hätte, dann wären sicherlich viel zu viele Menschen auf den Hof gekommen und der Kuchen wäre nach einer Stunde weg gewesen. Also alles genau richtig und angemessen, finde ich. Die Fotos von eugen gibt es auf der Website www.entrup119.de.

Pfütze adé

Einen  Tag vor dem Mangold-Hofcafé trieb es uns dann doch noch mal raus nach Entrup. Das zweite Tor vom Schafstall sollte wenigstens noch einmal gestrichen werden und die Rinne vor dem Schafstall wartete ja auch noch auf ihre Vollendung. Diese besch...aubernden Rinnsteine sind unglaublich schwer und Thorsten und Andreas hatten mächtig zu tun, die Dinger an den richtigen Ort zu hieven. Das musste nicht nur ordentlich Stein an Stein sein, damit es auch eine Rinne ergibt, nein, ein leichtes Gefälle musste es insgesamt auch noch sein, sonst fließt ja nix ab. Schon mal in einem weichen Betonbett nur mit Wasserwaage und Kelle bewaffnet ein Gefälle hingezaubert? Wer sich für diese Kunst interessiert, der möge sich bei Michael melden, der hat da jetzt Erfahrung. Das Hofcafè nahmen wir zum Anlass, am Eingang zum Hof zwei Beete wieder zu erwecken. Und die Wege zwischen den Gewächshäusern wurden mit Rindenmulch (aus eigener Produktion) gestreut, das sieht sehr edel aus, finde ich. Und dann habe ich alten, struppigen Lavendel zusammen mit den Kindern aus der Steinmauer gerupft, Christiane hat schon frische Stauden bestellt, das wird richtig schön demnächst und ich rieche förmlich schon den Lavendel, mmmhhhh. Das die Rinne tatsächlich leicht abfällt und alles Flüssige fortan dem Abfluss entgegen strebt statt sich als stinkende Pfütze vor dem Schafstall zu sammeln, konnten wir am nächsten Tag beim Hofcafè überprüfen, als es vor sich hin regnete. Aber das ist eine andere Blog-Geschichte.

Es ist grün und kraus und gebraten sehr lecker

Auf unserem Küchentisch stand am vergangenen Freitag eine große Glasschale und da war jede Menge Petersilie drin. Vom letzten Sommer habe ich noch ein paar Säckchen Petersilie eingefroren, also wohin mit dem frisch geernteten Überfluss? Die leckere Antwort ist: Macht der Petersilie Feuer unterm Hintern! Und das geht so: Butter in der Pfanne zerlassen, Salz und Zucker einstreuen, Knoblauch fein gehobelt ( nicht gequetscht) in der Butter anrösten, die Petersilie von den Stengeln zupfen und die lustigen Büschel in den Knoblauch-Butter-Sud werfen. Wenn sie dunkelgrün und knusprig sind, ist es fertig. Ich tränke dann gerne frisches Weißbrot von Entrup mit dem Inhalt der Pfanne, das ist einfach super lecker, schmatz.