Samstag, 22. Januar 2011

22.000 demonstieren in Berlin: wir haben es satt!

Es war die bisher größte Demo zum Thema Ernährung und Landwirtschaft in Deutschland. Ein eindruckvolles Bündnis von Landwirten, Tierschützern, Ökos und Umweltverbänden macht klar, dass es so nicht mehr weitergeht. Dioxin im Essen ist der Aufhänger, aber deutlich wird immer wieder, dass das nur ein Symptom einer aus dem Ruder gelaufenen Agrar- und Lebensmittelindustrie ist. Wir wollen eine neue Agrarpolitik! Wir wollen weg von Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten. Wir fordern ein Umlenken hin zu einer bäuerlich-ökologischen Landwirtschaft.























Die TeilnehmerInnenzahlen werden verkündet: wir sind 22.000!



Stürmischen Beifall erhält Nnimmo Bassey aus Nigeria, Vorsitzender der internationalen Umweltorganisation Friends of the Earth (Internationale Dachorganisation des deutschen BUND) und Träger des alternativen Nobelpreises 2011. Die Auswirkungen der europäischen Agrarpolitik seien für die Entwicklungsländer verheerend, sagte er, der weltweite Protest der Zivilbevölkerung gegen Gentechnik, Agrarfabriken und Dumping-Exporte ist für die Ernährungssicherheit der Welt dringend notwendig.



Renate Künast durfte auf der Hauptkundgebung keine Rede halten - die war den NGOs vorbehalten. Aber unmittelbar im Anschluß beim "Rock For Nature" durfte sie dann doch: «Wir wollen und werden Politik mit Messer und Gabel machen!», kündigte sie an. «Wir wollen nicht, dass unsere Bauern Sklaven sind. Dass die von zwei, drei großen Saatgutkonzernen abhängig seien, ist so ziemlich das Bescheuertste, was es gibt.»



Wolf Maahn solo.

Kommentare:

  1. Vielen Dank an Euch 22000!

    Und natürlich besonders an Euch sechs von der SCA Entrup119!

    Was für ein guter Schritt in eine bessere Welt.

    Das Ansteckungspotential unseres Bewustseinswandels scheint sich zu entfalten.

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  2. Ich bin gespannt wie es war und ob es positive Auswirkungen hat. In Billerbeck ist ja anscheinend schon ein kleiner Funke übergesprungen :-)

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